Das Tool erzeugt Klänge in Echtzeit mit der Web Audio API des Browsers, ganz ohne Audiodateien. Die vier Wellenformen unterscheiden sich in ihren Obertönen. Die Sinuswelle besteht aus einer einzigen Frequenz und klingt am reinsten – ideal als Stimm- oder Hörtest-Referenz. Die Rechteckwelle enthält nur ungerade Obertöne und klingt hohl wie alte Videospiele. Die Sägezahnwelle enthält alle Obertöne und klingt hell und schnarrend, weshalb Synthesizer sie als Ausgangsmaterial nutzen. Die Dreieckwelle hat ebenfalls nur ungerade Obertöne, die aber schnell abfallen (1/n²), und liegt klanglich zwischen Sinus und Rechteck. Das Oszilloskop zeigt die Form live.
Die Frequenz ist von 20 bis 2000 Hz einstellbar. Die voreingestellten 440 Hz sind der Kammerton A4, das A über dem mittleren C. Eine Verdopplung der Frequenz entspricht einer Oktave, 220 Hz und 880 Hz sind also das A darunter und darüber. Beim Testen von Lautsprechern oder Kopfhörern langsam von unten nach oben fahren: Kleine Laptop- und Handylautsprecher geben unter etwa 100–200 Hz kaum etwas wieder – fehlender Bass ist meist eine physikalische Grenze, kein Defekt.
Das Metronom läuft von 40 bis 240 BPM (Schläge pro Minute), voreingestellt sind 120. Der Abstand zwischen zwei Schlägen beträgt 60 ÷ BPM Sekunden: 60 BPM ist ein Schlag pro Sekunde, 120 BPM einer pro halbe Sekunde. Beim Üben eine Passage erst langsam sauber spielen und dann in Schritten von 4–8 BPM steigern. Auch Läufer und Seilspringer können damit eine gleichmäßige Kadenz halten.
Sicherheit zuerst: Vor dem Abspielen die Lautstärke herunterregeln, besonders mit Kopfhörern. Lange hohe Sinustöne über 1 kHz können unangenehm sein – bei Ohrensausen oder Schmerzen sofort stoppen. Der Ton startet erst nach dem Klick auf Play und wird vollständig lokal erzeugt.