EXIF (Exchangeable Image File Format) sind Metadaten, die Kameras und Smartphones in jedes Foto schreiben. Typisch sind Gerätemodell, Objektiv, Aufnahmedatum und -uhrzeit, Blende, Belichtungszeit und ISO sowie – bei aktivierter Ortung – GPS-Breiten- und Längengrad, manchmal mit Blickrichtung und Höhe. Für die Bildbearbeitung ist das praktisch. Wer aber das Originalfoto in einem Forum, einer Kleinanzeige oder einem Blog veröffentlicht oder per E-Mail verschickt, macht diese Angaben für jeden lesbar, der es herunterlädt – die Koordinaten können bis zur Haustür führen.
Nach dem Hinzufügen eines Fotos listet das Tool die gefundenen Kamera-, Belichtungs- und GPS-Daten auf und bietet einen Link „Auf Karte anzeigen“, um zu prüfen, ob der Standort preisgegeben wird. Beim Bereinigen werden die Bildpixel auf einem Canvas im Browser neu gezeichnet und als neue Datei exportiert. Da diese nur Pixeldaten enthält, bleiben EXIF, GPS und Seriennummern der Kamera zurück. Du kannst das Originalformat beibehalten oder als JPEG, PNG oder WebP speichern.
Ein Kompromiss sollte bekannt sein: Neu gezeichnete JPEG- und WebP-Dateien werden mit etwa 95 % Qualität neu komprimiert – optisch kaum unterscheidbar, aber nicht bitgenau identisch. PNG ist verlustfrei, aber meist größer. Moderne Browser berücksichtigen die EXIF-Ausrichtung vor dem Zeichnen, das bereinigte Foto steht also richtig herum. Wer die Originalpixel unangetastet lassen und nur die Metadaten-Segmente entfernen möchte, nutzt besser unseren Datei-Metadaten-Entferner.
Große Plattformen wie Facebook und Instagram entfernen GPS-Daten beim Upload meist, doch Cloud-Freigabelinks, E-Mail-Anhänge, viele Foren und die Option „als Datei senden“ in Messengern behalten das vollständige EXIF. Die gesamte Verarbeitung erfolgt auf deinem Gerät, das Foto wird nie hochgeladen.