Ein Unix-Zeitstempel (Epoch-Zeit, POSIX-Zeit) zählt die Sekunden seit dem 1. Januar 1970, 00:00:00 UTC. Da er eine einzige Zahl ohne Zeitzone ist, speichern Datenbanken, APIs, Serverlogs und JWT-Felder wie exp und iat Zeitpunkte meist so. Beispiel: 1700000000 entspricht dem 14.11.2023, 22:13:20 UTC – in Berlin (MEZ) also 23:13:20 Uhr.
Der häufigste Fehler ist die Einheit: 10 Stellen bedeuten in der Regel Sekunden, 13 Stellen Millisekunden. Unter Linux liefert date +%s Sekunden, ebenso PHPs time() und Pythons int(time.time()); JavaScripts Date.now() und Javas System.currentTimeMillis() liefern Millisekunden. Rechnest du Millisekunden als Sekunden um, landest du Zehntausende Jahre in der Zukunft, umgekehrt im Januar 1970. Der Rechner lässt dich Sekunden oder Millisekunden bewusst auswählen – prüfe also vorher die Stellenzahl.
Jede Umrechnung zeigt die lokale Zeit deines Geräts, UTC, das ISO-8601-Format (z. B. 2023-11-14T22:13:20.000Z) und eine relative Angabe wie „vor 3 Tagen“ – praktisch, um Logeinträge abzugleichen oder Token-Abläufe zu prüfen. Umgekehrt wählst du Datum und Uhrzeit und erhältst den Zeitstempel in Sekunden und Millisekunden. Die Live-Epoch-Uhr oben lässt sich pausieren und kopieren.
Gut zu wissen: Systeme mit vorzeichenbehafteten 32-Bit-Zeitstempeln laufen nach dem 19.01.2038, 03:14:07 UTC (2147483647) über – das Jahr-2038-Problem. Alle Berechnungen laufen lokal mit dem Date-Objekt des Browsers.